Startchancen-Schulen
Problem verstehen

BEWEGUNGSMANGEL AUF DEM SCHULHOF

Für viele Schülerinnen und Schüler ist die Schule der Ort, an dem sie den aktivsten Teil ihres Tages verbringen. Bietet der Schulhof nur Asphalt, geht jeden Tag eine wichtige Bewegungschance verloren.

BEWEGUNGSMANGEL AUF DEM SCHULHOF
Kurze Antwort

Die WHO empfiehlt Kindern und Jugendlichen von 5–17 Jahren durchschnittlich mindestens 60 Minuten moderate bis intensive Bewegung pro Tag. Pausen, Sportunterricht und Ganztag sind dafür die verlässlichsten Zeitfenster – aber nur, wenn der Schulhof auch zur Bewegung einlädt.

Was die Empfehlungen sagen

Laut Weltgesundheitsorganisation sollen Kinder und Jugendliche im Schnitt mindestens 60 Minuten täglich körperlich aktiv sein, an mindestens drei Tagen pro Woche auch mit muskel- und knochenstärkenden Aktivitäten. Genau diese kraftbasierten Übungen – Hängen, Stützen, Ziehen – bieten klassische Schulhöfe selten.

Warum der Schulhof der entscheidende Ort ist

  • Alle nutzen ihn – unabhängig von Elternhaus oder Vereinsmitgliedschaft
  • Mehrere Pausen am Tag ergeben eine relevante Bewegungszeit
  • Ganztagsschulen verlängern die Nutzung in den Nachmittag
  • Niedrigschwellige Angebote erreichen Kinder, die in der Freizeit keinen Sport treiben

Typische Hürden

  • Versiegelte, unstrukturierte Flächen ohne Ausstattung
  • Spielgeräte, die nur für jüngere Kinder ausgelegt sind
  • Sportanlagen, die nur im Sportunterricht zugänglich sind
  • Knappe Budgets für Außenanlagen im regulären Schulbau

Was hilft

Ein dauerhafter, robuster Bewegungsort, der ohne Aufsicht funktioniert, verschiedene Altersgruppen anspricht und sich in Sportunterricht, Pausen und Ganztag einbinden lässt. Im Startchancen-Programm können solche Außenmaßnahmen in Säule I förderfähig sein, wenn sie die pädagogische Lernumgebung verbessern.

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Häufige Fragen

Wie viel Bewegung brauchen Kinder pro Tag?

Die WHO empfiehlt 5- bis 17-Jährigen durchschnittlich mindestens 60 Minuten moderate bis intensive Bewegung pro Tag, dazu an mindestens drei Tagen pro Woche muskel- und knochenstärkende Aktivitäten.

Warum Calisthenics statt klassischem Spielplatz?

Calisthenics arbeitet mit dem eigenen Körpergewicht, ist vom Einstieg bis zum Profi skalierbar und spricht auch ältere Schülerinnen und Schüler an, die Spielgeräte nicht mehr nutzen.

Kann eine Schulhofumgestaltung gefördert werden?

Im Startchancen-Programm nennen mehrere Bundesländer Außenbereiche mit Bewegungs- und Sportmöglichkeiten als förderfähig in Säule I. Den Antrag stellt der Schulträger.

Quellen

Stand: Oktober 2026

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